Interview mit dem Gewinner des Wettbewerbs „Der süßeste Hund von Texel“, Bosch

Lerne Bosch kennen, den Gewinner des letztjährigen Wettbewerbs „Der süßeste Hund von Texel“, und seine Besitzerin Ines. In diesem Interview erzählen sie von ihrer Liebe zu Texel, ihren Lieblingsorten im Nationalpark „Duinen van Texel“ und wie sie bewusst mit der Natur umgehen. Außerdem äußern sie ihre Meinung zum Thema Hundekotbeseitigung und erklären, warum dies für Mensch, Tier und die Insel selbst so wichtig ist.

Möchtet ihr euch und Bosch vorstellen? Wer seid ihr, woher kommt ihr und in welcher Beziehung steht ihr zum Nationalpark Duinen van Texel?

Bosch kam vor sechs Jahren als Welpe zu unserer Familie. Wir sind zu viert: Johanna (13), Jakob (15), Jan (48) und ich, Ines (48). Texel ist wie unser zweites Zuhause – wir fahren mindestens fünfmal im Jahr von unserem Wohnort Münster auf die Insel. Ich fahre schon seit den 70er Jahren nach Texel. Damals noch mit meinen Eltern und meiner Schwester, heute mit meiner eigenen Familie.

Stell dir vor: Du und Bosch steigt gemeinsam von der Fähre und betretet Texel. Ihr riecht die salzige Luft, der Wind weht durch Boschs Fell. Was macht ihr als Erstes? Wie fühlt sich das an?

Das ist der schönste Moment überhaupt: Die Luft ist so herrlich. Wir gehen immer zuerst im Hafen Fisch essen, auch um 10 Uhr morgens. Danach gehen wir so schnell wie möglich zum Strand. Bosch rennt immer als Erster ins Meer.

Warum kommt ihr so gerne gemeinsam nach Texel?

Die Leute fragen uns oft, warum wir nicht mal woanders hinfahren. Aber das Besondere an einem Ort, den man gut kennt, ist, dass man den Urlaub sofort genießen kann: Man muss sich nicht erst orientieren und kann im Gegensatz zu zuHause einfach nur genießen und sich zurücklehnen. Man hat keine Sightseeing-Termine, keinen Freizeitstress. Und doch: Die Natur ist immer anders, je nach Wetter und Tageszeit. Dafür entwickelt man ein Gespür. Wir suchen auf Texel am liebsten die Orte auf, an denen wir einfach „sein“ können, ohne etwas tun zu müssen.

Was ist euer Lieblingsort im Nationalpark Duinen van Texel? Was macht gerade diesen Ort so schön?

Wenn ich zu Hause in Münster bin und von Texel träume, fallen mir zwei Orte ein: der Strand zwischen Paal 19 und Paal 17 in der Stille um 8 Uhr morgens und De Muy. Letzteren haben wir dieses Jahr wiederentdeckt und sind oft in aller Frühe zum Aussichtspunkt geklettert, um die Aussicht, die Weite und die Ruhe zu genießen.

Was machst du am liebsten gemeinsam mit Bosch, wenn du auf Texel bist? Womit machst du ihn wirklich glücklich?

Bosch ist ein Strandstreuner: Am liebsten spielt er mit Fundstücken am Strand. Holz oder Bälle, die morgens angespült werden, oder – diesen Sommer unglaublich viele! – Schuhe. Bosch ist sehr stolz, wenn er einen Schuh findet, trägt ihn ein Stück mit sich herum, schüttelt ihn und macht knurrende, lustige Geräusche.

(Am Ende des Spaziergangs tauschen wir den Schuh gegen etwas Leckeres ein und werfen ihn in einen der großen Mülleimer am Strand. So hat Bosch dieses Jahr schon viel zu einem sauberen und gepflegten Strand beigetragen!)

Was ist die schönste/lustigste Eigenschaft von Bosch?

Bosch ist immer fröhlich, und besonders am Strand ist er ausgelassen. Er macht unglaublich lustige Sachen, rennt herum, gräbt und ist so ausgelassen, dass man einfach davon angesteckt wird. Aber er springt nicht hoch und ist auch nicht wild. Bosch ist eher vorsichtig, und wenn jemand seine Stimme erhebt, reagiert er sofort. Aber wenn er darf, rennt er ganz schnell seinem Ball hinterher … und macht schließlich einen dicken Platscher im Meer. So aktiv und ausgelassen ist er eigentlich nur auf Texel.

Was ist Boschs Lieblingssnack?

Gouda natürlich. Logisch, oder?

Was ist deine schönste Erinnerung an dich und Bosch im Nationalpark Duinen van Texel?

Als er noch kleiner war, etwa ein Jahr alt, sprang er zum ersten Mal ins Meer und wurde von einer kleinen Welle zurück an den Strand getragen. Wir haben sehr gelacht (und ich glaube, er war sehr stolz auf sich).

Bosch ist der tollste Hund von Texel, weil:

…er Texel liebt.

Bosch läuft im Nationalpark immer brav an der Leine – warum ist euch das so wichtig? Habt ihr einen Tipp für andere Hundebesitzer, wie man entspannt an der Leine spazieren gehen kann?

Wir halten Bosch am Strand an der Leine, wenn wir andere Menschen sehen. Vor allem, wenn sie keine Hunde dabei haben, denn man muss immer damit rechnen, dass andere Menschen Angst vor Hunden haben könnten (und dabei spielt die Größe des Hundes keine Rolle) oder dass beispielsweise Jogger beim Laufen nicht von Hunden gestört werden wollen. Bosch hat das von klein auf gelernt, er weiß, dass er danach wieder rennen darf, und bleibt auch ohne Leckerli an der Leine, bis die Leute vorbei sind. Das kann man üben, dann ist das Laufen an der Leine für den Hund nichts Negatives.

Wenn du anderen Hundebesitzern auf Texel einen Tipp geben dürftest, was würdest du sagen?

Seid bitte etwas rücksichtsvoller. Ihr liebt eure Hunde, aber das gilt nicht für alle. Was ich wirklich nicht verstehe, sind Hundebesitzer, die am Strand (wo Kinder spielen und viele Menschen barfuß laufen) den Hundekot nicht beseitigen. Das geht wirklich nicht! Diese schwarzen Schafe unter den Hundebesitzern tragen dazu bei, dass manche Menschen Hunde immer mehr ablehnen. Wenn ich so etwas sehe, sage ich mittlerweile ganz höflich: „Oh, haben Sie das nicht gesehen? Ihr Hund hat etwas hinterlassen …“

Wie schützt ihr die Natur, wenn ihr im Nationalpark unterwegs seid? Was würdest du anderen Hundebesitzern zum Thema Schutz und Wertschätzung der Natur mit auf den Weg geben?

Bosch darf nirgendwo, aber auch wirklich nirgendwo laufen, wo Vögel brüten oder andere Tiere aufgeschreckt werden könnten. Er darf nicht in den Dünen toben, denn diese stehen unter Naturschutz. Eigentlich darf er nur am Strand frei herumlaufen, und selbst dort achten wir genau darauf, ob morgens eine Robbe am Strand in der Sonne liegt oder ob die Kormorane zu nah am Strand schwimmen – dann wird er sofort angeleint. (Aber am Strand interessiert sich Bosch, der Strandstreuner, zum Glück mehr für Schuhe).

In einer nächsten Kampagne wollen wir Hundebesitzer dazu motivieren, den Kot und die Beutel in den Mülleimer zu werfen. Leider wird der Kot nicht beseitigt oder die Besitzer werfen den Kot zusammen mit dem Beutel in die Natur. Welchen Tipp hast du für uns, um es Hundebesitzern klarer/einfacher zu machen, ihre Beutel in den Mülleimer zu werfen?

Leider hat sich folgende Mentalität durchgesetzt: Wenn es mir nicht gesagt wurde, kann ich es nicht wissen. Das gilt zum Beispiel auch für Eltern, die ihre Kinder in den Dünen rodeln lassen. Als Kinder durften wir das nicht tun, wir wussten, dass die Dünen die Insel schützen und dass wir die Dünen deshalb schützen mussten. Ich glaube, es gab auch Schilder, auf denen das stand. Deshalb denke ich, dass man mit Schildern auf die Gefahr hinweisen sollte, am besten in mehreren Sprachen – Niederländisch, Deutsch, Englisch –, was passieren kann, wenn die Kotbeutel nicht in die Mülleimer geworfen werden. Mit Bildern kann man verdeutlichen, wie das alles funktioniert. Letztendlich wollen wir alle dasselbe: dass die Insel so schön bleibt, wie sie ist!